Ausschlusskriterien: Wer darf keine Iboga-Fullflood machen?
Kurz gesagt: Ja, die gibt es. Für eine Fullflood solltest du körperlich fit sein, nicht akut krank, und alle deine Medikamente absetzen können. Herz, Lunge, Blutdruck, Leber und Nieren, akute psychische Zustände, Hirnschäden und eine Schwangerschaft sprechen dagegen. Methadon, Subutex, Suboxone und LAAM lassen sich nicht mit Iboga entziehen.
Warum gibt es überhaupt Ausschlusskriterien?
Jede Klinik lehnt eine Fullflood bei bestimmten Erkrankungen ab. Manche dieser Gründe ergeben für mich wenig Sinn, andere sind offensichtlich. Eine Fullflood kann für den Körper sehr anstrengend sein, und über das Zusammenspiel mit anderen Erkrankungen weiß man zu wenig.
Ich komme nicht aus der Medizin. Deshalb rate ich jedem davon ab, im privaten Umfeld jemanden zu begleiten, der gerade krank ist oder an einer anderen Krankheit leidet, ganz egal woran. Für eine Fullflood kommen nur Menschen infrage, die fit sind, keine Krankheiten und Wehwehchen haben und alle ihre Medikamente absetzen können.
Welche Substitutionsmittel lassen sich nicht mit Iboga entziehen?
Methadon, Subutex, Suboxone und LAAM können nicht mit Iboga entzogen werden.
Welche Erkrankungen schliessen eine Fullflood aus?
- Herz: Herzprobleme jeder Art, ob Herzschrittmacher, Herzklappe oder Stent, Störungen im Herz-Kreislauf-System, Herzrhythmusstörungen und das akute Koronarsyndrom (die lebensbedrohlichen Phasen der koronaren Herzkrankheit).
- Lunge: Erkrankungen der Atemwege, Emphysem, zystische Fibrose, Sauerstoffmangel, der mit Steroiden behandelt wird, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen wie starkes Asthma, dazu Tuberkulose, Sarkoidose und Schlafapnoe.
- Magen und Darm: akute Magengeschwüre und akute Darm- oder Verdauungsprobleme. Sie müssen abgeklärt und vor der Fullflood vollständig abgeheilt sein.
- Blutdruck: hoher Blutdruck und hypertensive Krisen, also ein akuter Blutdruckanstieg, meist ab über 180 mmHg systolisch und über 110 bis 120 mmHg diastolisch. Auch Durchblutungsstörungen gehören dazu. Das kann dein Hausarzt feststellen.
- Leber und Nieren: akute oder bleibende Leberschäden, Filtrationsstörungen von Leber oder Nieren, dazu TBC, Hepatitis und HIV im aktiven Zustand.
- Psyche: akute psychische Zustände, Psychosen, auch Drogenpsychosen, Schizophrenie und Demenz.
- Gehirn: ischämische Läsionen, also Schäden am Hirngewebe durch eine gestörte Blutversorgung, und Hirnschäden nach früheren Unfällen.
- Schwangerschaft: In keiner Einrichtung wird während einer Schwangerschaft Iboga gegeben, in keinem Stadium.
Wie finde ich heraus, ob ich Iboga vertrage?
Vor jeder Fullflood nimmst du zuerst eine kleine Menge, um zu sehen, ob du auf die Pflanze allergisch reagierst. Ich habe das in 15 Jahren noch nie erlebt. Aber wenn unter zehntausend Menschen einer dabei ist, sollte man das wissen, bevor jemand eine große Menge nimmt oder gibt.
Worauf solltest du sonst noch achten?
- Gewicht: Bei starkem Unter- oder Übergewicht ist Vorsicht geboten. Wer an Magersucht oder Bulimie leidet, lässt vor der Fullflood die Blutwerte prüfen. Bei einem BMI über 35 oder unter 18 empfehle ich dringend, vor der Initiierung etwas ab- oder zuzunehmen.
- Psyche: Wer an Schizophrenie oder einer anderen psychischen Störung leidet, normale Neurosen ausgenommen, sollte Psychedelika meiden.
Gilt das auch für Microdosing?
Nein, diese Liste gilt für eine Fullflood. Beim Microdosing mit Wurzelrinde genügt ein Punkt: Wenn du hohen Blutdruck hast, lass das vorher abklären.
Was heisst das für dich?
Trifft nichts davon auf dich zu, steht einer Fullflood aus meiner Sicht wenig im Weg. Bist du unsicher, sprich es vorher mit mir durch. Dafür gibt es meinen ausführlichen Aufnahme-Fragebogen.
Mehr dazu: Ist Iboga gefährlich? · Wie muss ich mich auf eine Iboga-Behandlung vorbereiten? · Kann ich Iboga alleine einnehmen?
